Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

Die ANiMOX GmbH ist ein technologieorientiertes Unternehmen, das ein innovatives Verfahren zur Verwertung von proteinhaltigen Roh-, Rest- und Abfallstoffen entwickelt hat. In Waste2Value soll ANiMOX Proteine und Aminosäuren aus pflanzlichen Reststoffen gewinnen.

Die ASA Spezialenzyme GmbH beschäftigt sich seit über 25 Jahren mit der Forschung, Entwicklung und Produktion von Enzymen. Dabei spielen neben Hydrolasen wie z. B. Cellulosen, Hemicellulasen und Lipasen vor allem Oxidoreduktasen, und hier insbesondere Peroxidasen und Polyphenoloxidasen bzw. Laccasen, eine wichtige Rolle. Ins Netzwerk Waste2Value bringt das Unternehmen sein Knowhow im Bereich verschiedenster Enzyme z.B. für die Modifikation von Spezialchemikalien, aber auch für die Nutzbarmachung von Reststoffen wie Cellulosen ein.

Die Hopfenverwertungsge- nossenschaft (HVG eG) nimmt neben der Weiterverarbeitung deutscher Hopfen zu Hopfenpellets, Hopfenextrakt und anderen Hopfenprodukten und der weltweiten Vermarktung der deutschen Hopfenproduktion auch wichtige Aufgaben als Erzeugergemeinschaft wahr. Im Netzwerk bietet die HVG analytische Kompetenz rund um das Thema Hopfen (Bitterstoffe, Polyphenole), Reststoffe (Hopfentreber) zur Weiterverwertung.

Remsgold Chemie GmbH & Co. KG entwickelt und produziert unter anderem öko-zertifizierte Produkte für die AlmaWin Reinigungskonzentrate GmbH. Ein Schwerpunkt ist dabei die Nutzung von Reststoffen oder natürlichen Rohstoffen. In Wasch- und Reinigungsmittel wird eine Vielzahl von Rohstoffen eingesetzt, und durch das Netzwerk Waste2Value werden Möglichkeiten gesehen, diese teilweise durch solche Rest- oder Rohstoffe zu ersetzen.

Großindustrie

FUCHS SCHMIERSTOFFE GMBH entwickelt, produziert und vertreibt Schmierstoffe und verwandte Spezialitäten, z.B. automotive Schmierstoffe, Industrieöle, Schmierfette, Bearbeitungsflüssigkeiten für die Metallbearbeitung, Reiniger und Korrosionsschutzmittel. Ein weiterer Schwerpunkt sind umweltverträgliche Schmierstoffe auf Basis nachwachsender Rohstoffe. In Waste2Value testet FUCHS die aus Reststoffströmen gewonnenen, biobasierten Rohprodukte für die Anwendung in Schmierstoffen.

Die Evonik Dr. Straetmans GmbH ist Zulieferer und Wissensdienstleister für die Kosmetikindustrie. Evonik Dr. Straetmans stabilisiert und konserviert Kosmetika auf natürlichem Wege und prüft im Kooperationsnetzwerk Waste2Value die gewonnenen, naturbelassenen oder modifizierten Substanzen.

UPM GmbH stellt weltweit grafische Papiere her. Die bei der Zellstoffherstellung anfallenden Substanzen wird UPM den Partnern im Kooperationsnetzwerk Waste2Value zur Verfügung stellen. Dadurch werden diese Stoffe nachhaltiger verwertet, anstatt wie bisher verbrannt.

Forschungseinrichtungen

BioCat ist ein Institutsteil des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB. Die Gruppe entwickelt chemisch-katalytische und enzymatische Verfahren für die Herstellung chemischer Produkte auf der Basis von nachwachsenden Rohstoffen. Besonders im Fokus stehen dabei Moleküle, die als Monomere für die Produktion biobasierter Polymere verwendet werden können.

Das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT gestaltet die Energie- und Rohstoffwende aktiv mit. Als Vorreiter für technische Neuerungen in den Bereichen Energie, Prozesse und Produkte bringt es nachhaltiges Wirtschaften voran, um die Lebensqualität der Menschen zu verbessern und die Innovationsfähigkeit der Wirtschaft zu fördern. Als eines von 67 Instituten und selbständigen Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft ist es weltweit vernetzt und fördert die internationale Zusammenarbeit. Fraunhofer ist die größte Organisation für angewandte Forschung in Europa.

Die Kernkompetenzen des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung sind die Bereiche der Lebensmittelherstellung, -verarbeitung und -sicherheit, die Zutatenentwicklung sowie die Bereiche Kunststoff-, Verpackungs- und Recyclingtechnik. Ein besonderes Augenmerk wird u.a. auch auf sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe gelegt, welche, aus den Reststoffen gewonnen und modifiziert, als funktionelle Fraktionen dienen.

Forschungsschwerpunkt des Lehrstuhls für Mikrobiologie der TU München ist die Analyse von Oligo- und Polysaccharid-Aufschlüssen sowie deren Nutzung durch Mikroorganismen extremer Standorte. Besonders Cellulose-, Xylan- und Stärke-abbauende Enzymsysteme von Hyperthermophilen, welche bei 80°C oder mehr wachsen, stehen im Fokus.